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Ewald Frank

24. 12. 1989 14:00

Thema: Die Zeichen der Endzeit erfüllen sich sichtbar in unserer Zeit!

ausgestrahlt am 25. 1. 2026

Bald werden alle Reiche nicht mehr sein, aber das Reich Gottes für immer und ewig bestehen.

Ich möchte dazu zwei Worte lesen, das eine aus Daniel 7, das andere aus Offenbarung 11.

Daniel 7, Vers 27:

(27) Alsdann wird das Königtum und die Herrschaft und die Macht über die Reiche unter dem ganzen Himmel dem Volke der Heiligen des Höchsten verliehen werden: sein Reich wird von ewiger Dauer sein, und alle anderen Mächte werden ihm dienen und untertan sein.‹«

Amen.

Offenbarung, Kapitel 11, Vers 15:

(15) Nun stieß der siebte Engel in die Posaune: da ließen sich laute Stimmen im Himmel vernehmen, die riefen: »Die Königsherrschaft über die Welt ist an unseren Herrn und seinen Gesalbten gekommen, und er wird als König in alle Ewigkeit herrschen!«

Ihr werdet verstehen, wenn ich heute ein wenig bewegt bin, vielleicht mehr als in jedem anderen Monat dieses Jahres, bewegt über das, was Gott schon getan hat, überwältigt von dem, was politisch vor sich geht.

Und natürlich damit verbunden liegt doch die große Verantwortung, die wir gerade in dieser Zeit tragen.

Heute werden wir ja kurz auf die Ereignisse eingehen, die sich ja überschlagen und jeden Tag haben wir es festgestellt, dass neue Nachrichten, neue Entwicklungen vor sich gehen.

Und wie wir es seit Jahren angekündigt haben – aufgrund des prophetischen Wortes – sehen wir, dass das Ende nahe ist und dass alle Dinge ihre Gestalt annehmen müssen, wie sie in die letzte Runde einfach hineinpassen und sein müssen.

Wenn ihr als geliebtes Schweizer Volk von manchen Städten anderer Länder hört, dann mögen sie weit entfernt liegen, ohne dass ihr jeden Fuß dort hingesetzt habt.

Aber ganz gleich, welcher Ort genannt wird – ob Timișoara – dann muss ich sagen: Ich habe schon in den 60er Jahren in Timișoara gepredigt. Wenn Bukarest genannt wird, habe ich vor einem Jahr und drei Monaten dort gepredigt. Ob Hermannsburg, ob welche Städte auch immer, ganz gleich, wo es sein mag, ob Prag, ob Ostberlin, wo immer es sein mag, für mich hat es eine größere Bedeutung, auch jetzt, als das Brandenburger Tor vor zwei Tagen geöffnet wurde.

Wir sind ja alle in ein Land hineingeboren, haben die Geschichte mitgetragen, ob wir dafür verantwortlich waren oder nicht.

Ich habe das Reichstagsgebäude besucht, stand oftmals am Brandenburger Tor und hab mich gefragt, wann es wohl geöffnet werden würde.

Für uns – und das ist jetzt nicht in Politik eingemischt – bedeuten die neuesten Entwicklungen ein Hineingehen in die letzte Phase der Endzeit. Und man muss das einfach von der biblischen Prophetie her sehen.

Die biblische Prophetie sieht nicht in der letzten Zeit zwei Supermächte, eine diesseits des Atlantiks, die andere auf der anderen Seite des Atlantiks. Die biblische Prophetie sieht ein Tier, eine Macht. Nicht die Köpfe hier und den Schwanz dort oder die Hörner da, sondern ein gesamtes Europa, und dieses entsteht vor unser aller Augen. Damit die große Hure auf diesem Tier dann reiten kann, führen alle politischen Wege nach Rom – es gehört einfach zu dieser Entwicklung.

Was mich, was uns betrifft, so haben wir darauf zu achten, dass wir die offenen Türen wahrnehmen. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich empfinde, dass ich jetzt nach Leipzig, nach Dresden, dass ich überall in das sogenannte Ostdeutschland fahren kann, wann ich möchte, und mich dort auf den Platz stellen und predigen nach Herzenslust?

Dass ich bald auf dem Wenzelsplatz das Evangelium verkündigen kann oder auf dem Platz der Republik in Bukarest? Gott hat einfach die Türen so geöffnet. Und wir werden nicht nur zuschauen, was sich politisch tut. Wir werden diese kurze Zeit, die uns gegeben worden ist, nutzen, um das herrliche Evangelium vom Reich zu verkündigen.

Ich möchte wünschen, dass wir alle eines Tages so inspiriert werden, dass, wenn es heißt: "Heute sind wir in Prag" – dann sind wir mal in Prag. Und: "Morgen sind wir in Berlin" – dann sind wir mal in Berlin. Und: "Übermorgen in Genf" – dann sind wir mal in Genf. Dass Bewegung in uns alle hineinkommt.

Wenn ich an die Teilung unseres Landes denke oder an die vielen Überfahrten, wie oft bin ich kontrolliert worden, sogar auf dem Übergang in Berlin, eingesperrt worden in einen Holzkasten, über eine Stunde darin gesessen, ohne dass mich jemand gesprochen hätte.

Ich habe sehr viel um der Sache Gottes willen auf mich genommen.

Und ich bin umso dankbarer, mitzuerleben, dass nicht ein Haftbefehl gegen mich erlassen wird, wie es seinerzeit in der Deutschen Demokratischen Republik und in der CSSR geschah, sondern dass sich die Dinge so über Nacht geändert haben, dass Freizügigkeit in jeder Weise gegeben worden ist.

Wer hätte das vor einem Jahr oder vor sechs Monaten gesagt, dass plötzlich die Leute aus allen Ostblock-Staaten kommen können? Sie fahren auf den Missionshof in Krefeld – beim letzten Mal waren es schon – ich glaub – sechs Wagen aus der Deutschen Demokratischen Republik. Jetzt zu den Jahresabschlussversammlungen erwarten wir über 30 Personen aus der CSSR und aus anderen Ostblockländern.

Man wird in Kürze nicht mehr "Ost- und Westeuropa" sagen. Man wird einfach nur noch von dem Vereinigten Europa sprechen – etwas anderes wird es in Kürze nicht mehr geben.

Die Politiker – oder manche von Ihnen – sind kurzsichtig, sie reden an der Entwicklung vorbei; aber Gott wird dafür sorgen, dass alles zur rechten Zeit und Weise geschehen wird.

Wie gesagt, ich möchte ganz kurz auf diese letzten zehn Jahre zu sprechen kommen. Heute haben wir die Jahresabschlussversammlung und ich wurde auf meiner Herfahrt innerlich sehr bewegt.

Ich fliege ja in letzter Zeit mehr, als ich fahre, aber diesmal kam ich gestern mit dem Auto, und fünf Kilometer vor Basel war alles zu, die Autos standen auf der Autobahn.

Und ich nahm den Weg über Rheinfelden, setzte über – oder fuhr über die Rheinbrücke – in die Schweiz und kam dann – ich glaube das ist die Nationalstraße Nummer 3 – auf die uralte Straße, die ich in den 60er und Anfang der 70er Jahre jeden Sonntag, jeden letzten Sonntag [im Monat] gefahren bin, sah hier und sah dort so gewisse Merkmale und mir standen die Tränen in den Augen.

Damals gab es die heute bekannte Autobahn noch nicht, und ich sagte: "Herr, während all diesen Jahren bist du mit uns gewesen und hast uns gesegnet." In mir kam Dankbarkeit auf.

Zurückkommend auf die Entwicklung, das Jahr 1979 war ein schicksalhaftes Jahr, das an mir und an vielen anderen … Und Bruder Russ ist heute hier, ich begrüße ihn herzlich, bin dankbar dafür und hoffe, dass er später auch noch kurz etwas sagen wird. Aber das Jahr '79 war wirklich das Jahr des Generalangriffs Satans auf die Sache Gottes, auf das Werk Gottes. Und wir werden feststellen, dass politische und religiöse Entwicklungen oft parallel nebeneinander verlaufen.

Wer erinnert sich nicht an das Jahr '79?

Der Schah wurde gestürzt, Khomeini flog zurück aus Paris in den Iran, das frühere Persien. Und es begann eine Entwicklung, auf die wir jetzt zurückschauen – auf die letzten zehn Jahre.

Und was stellen wir fest?

Ungefähr in der Halbzeit hat es Gott gefallen, einen Herrn Gorbatschow in dem Land auf den rechten Platz zu setzen – und wir sehen, was seit der Zeit geschehen ist. Die letzte Bastion des Stalinismus ist gefallen und ganz Osteuropa ist frei und [dies] wird die Freizügigkeit nicht nur des Verkehrs, nicht nur des Hin- und Herfahrens, sondern auch der Verkündigung mit sich bringen und miteinschließen.

Wie dankbar sind wir dafür.

Wer es so richtig live miterlebt hat – ich sage das hier nicht, um irgendetwas abzuwerten – aber man muss es wirklich mal erlebt haben:

Bis zum Ende der 60er Jahre, wer dann aus der Bundesrepublik nach Berlin-West fahren wollte, musste sich schikanieren lassen. Das Geld musste man zählen bei der Einreise, das Geld musste man zählen bei der Ausreise. Man wurde schikaniert, über Kuhmatten musste man gehen, um die Seuche der Bundesrepublik zurückzulassen, damit sie nicht in die Deutsche Demokratische Republik getragen wird. Wer all die Schikanen – wie ich selbst – oft genug miterlebt hat …

Auch damals, als sie mich verfolgt haben – und durch die Gnade Gottes doch nicht mehr bekommen haben.

Ich sage das nicht, um in besonderer Weise die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, ich sage es einfach aus Dankbarkeit meinem Gott gegenüber, der mich auch in der schlechten Zeit immer so geleitet hat, dass ich nie vor der Verantwortung zurückgeschreckt bin.

Ich denke an eine Überfahrt in die CSSR – und ihr wisst, religiöses Material [einzuführen] war ein Staatsverbrechen; wer damit geschnappt wird, dessen Wagen ist nicht mehr dessen Wagen und dessen Freiheit hat ein Ende.

Ich kann mich an den Tag in Cheb erinnern, als ich die Grenze passierte, und ich hatte Literatur und Tonbänder zwischen den Vorder- und den Hintersitzen und dann nur Badetücher drübergelegt und es hieß: "Alle vier Türen öffnen, Kofferraum öffnen, die Motorhaube öffnen und aussteigen." Ja, natürlich.

Und es war eine Dame, die die Kontrolle machte. Ihr wisst ja, manchmal hat man ein komisches Gefühl bei einer solchen Kontrolle. Sie ging um den Wagen herum, begann beim Vordersitz und dann um die Haube und dann ging das weiter bis zum Kofferraum und sie kam herum und legte die Hand auf dieses Riesenpaket und nahm sie wieder zurück. Ich schaute zu – wie mir dabei zumute war, könnt ihr euch vorstellen. Das wäre das Ende meiner Reise gewesen, wenn sie das Badetuch hochgehoben hätte.

Ich habe wunderbare Erinnerungen an die direkten Fügungen und Führungen und Bewahrungen des lebendigen Gottes.

Ich glaube nicht, dass es eine Zeit gab … und auch speziell mit Rumänien, als ich mit sechs Bibeln einreiste und den Koffer öffnen musste und der Zollbeamte sagte: "Was wollen Sie mit den Bibeln?"

Ich sage: "Ich brauche die Bibeln."

Und dann sagt er: "Ja, für sich brauchen Sie doch nur eine, was ist mit den übrigen?"

Ich sagte: "Die sind für meine Freunde."

Und er sagte nur ganz schnell: "Dann machen Sie zu und sehen Sie, dass sie fortkommen." Das habe ich dann auch gemacht – das habe ich dann auch ganz gern gemacht.

Es gibt – und ich könnte heute wirklich, viele Begebenheiten aufzählen, wo ich hundertprozentig weiß: Da hat Gott bewahrt, da hat Gott geholfen, da war Er mit schützender Hand [zugegen] um seines Namens willen, um seines Werkes willen.

Nun haben wir in den letzten fünf Jahren – speziell, seit Gorbatschow drankam – erlebt, dass ganz Osteuropa frei geworden ist. Und es wird aus der einen Versklavung in die andere hineingehen – das wissen wir – aus der politischen in die religiöse.

Und auch darüber sind wir uns klar: Wenn nicht all die Kirchen dahintergestanden hätten, dann wäre nichts gelaufen.

Aber lassen wir es, denn es fügt sich in den Ablauf der Endzeit, und wie ich vorhin schon sagte: Wir sind dankbar, dass es verläuft, eben wie es seinen Lauf nimmt.

Wichtig ist nur, dass wir uns darauf vorbereiten und rüsten, unsere Aufgabe wahrzunehmen.

Ich weiß nicht, ob es noch zwei, drei Jahre dauern wird, aber dann, wie ich vorhin schon zu sagen versuchte, wird man nicht mehr von zwei Machtblöcken reden, die werden sich erübrigt haben, und ein jeder kann hinziehen, wohin er gehört.

Denn es muss dahin kommen, dass ausgerufen werden kann: "Jetzt ist Friede und Sicherheit." [1Th 5:3] – und dahin wird es kommen, weil die Schrift es so sagt. Alle Verhandlungen über chemische Waffen, über alles andere, werden einen solchen Fortschritt machen, dass fast jede Woche, jeder Monat neue Resultate mit sich bringen wird.

Wenn der Herr heute hier wäre, dann würde er mit lauter Stimme uns allen zurufen: "Wenn ihr dieses alles seht, dass es geschieht, dann hebet eure Häupter empor, weil sich eure Erlösung naht." [Lk 21:28]

Wir sind im Begriff, in die letzte Dekade dieses Jahrhunderts – oder Jahrtausends -hinüberzugehen in die letzten zehn Jahre bis zur Jahrhundert- und Jahrtausendwende.

Ich bin überzeugt, dass der Herr bald kommt.

Seid es auch?

Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass der Herr bald kommt. Keiner von uns wird so töricht sein, um Jahre vorauszusagen – das braucht man gar nicht, das erübrigt sich.

Aber ein Wort, das uns allen zu Herzen geht und sich bereits bewahrheitet hat, steht in 1. Thessalonicher im 5. Kapitel – und ich möchte noch einige Schriftstellen dazu lesen – 1. Thessalonicher 5, von Vers 1:

(1) Was aber die Zeit und die Stunde betrifft, so bedürft ihr, liebe Brüder, darüber keiner schriftlichen Belehrung;

(2) ihr wisst ja selber genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht.

(3) Wenn sie sagen: »Jetzt herrscht Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie das Verderben plötzlich wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden sicherlich nicht entrinnen.

(4) Ihr aber, liebe Brüder, lebt nicht in Finsternis, dass der Tag des Herrn euch wie ein Dieb überraschen könnte;

(5) denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages: wir haben mit der Nacht und der Finsternis nichts zu schaffen.

(6) Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wachsam und nüchtern sein!

(7) Denn die Schläfer schlafen bei Nacht, und die sich berauschen, sind bei Nacht trunken;

(8) wir aber, die wir dem Tage angehören, wollen nüchtern bleiben, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung;

(9) denn uns hat Gott nicht für das Zorngericht bestimmt, sondern dazu, dass wir die Rettung durch unseren Herrn Jesus Christus erlangen,

Es gibt also Menschen auf Erden, die nicht in der Finsternis leben, die nicht rätseln und nicht raten, sondern das, was geschieht, entsprechend dem prophetischen Wort einordnen.

Da gibt es die herrliche Stelle in Daniel, Kapitel 9, Vers 23:

(23) Als du zu beten begannst, erging ein Gotteswort, und ich bin gekommen, um dir Auskunft zu geben; denn du bist ein besonders geliebter Mann. …

Und jetzt kommt der Text, den ich meine.

(23) … So achte nun auf das Wort, damit du die Offenbarung genau verstehst!

Wir sind Gott so dankbar für die Verbindung zu seinem Wort durch seinen Geist.

Gott so dankbar, dass wir nicht auf Gefühle, auf Eindrücke bauen, sondern auf das Wort – und insbesondere auf das prophetische Wort – achten dürfen, um die Entwicklung, die jetzt vor sich geht, zu verstehen.

(23) … So achte nun auf das Wort, damit du die Offenbarung genau verstehst!

Man tut dieser Schriftstelle keine Gewalt an, wenn man sagt: Nur wer wirklich auf das Wort achtet, kann die Offenbarung verstehen.

Ist das richtig?

Nur wer wirklich auf das Wort Gottes achtet - nicht nur oberflächlich liest, sondern mit Gebet liest, darauf achtet und wie ja von Daniel geschrieben steht: "Als er zu beten begann, erging das Wort an ihn."

Kapitel 10, Vers 1, Daniel 10, Vers 1:

(1) Im dritten Regierungsjahre des Perserkönigs Cyrus wurde dem Daniel, der auch den Namen Beltsazar führte, ein Wort geoffenbart, und das Wort ist zuverlässig und bezieht sich auf große Trübsal; er aber achtete genau auf die Offenbarung und gab auf das Gesicht Acht.

Männer Gottes, so haben wir es oft gesagt, haben nicht gerätselt und nicht geraten. Sie haben von Gott geoffenbart bekommen, worum es geht. Und dem Daniel wurde speziell gesagt: "Das bezieht sich auf die festbeschlossene Endzeit".

Und im letzten Kapitel heißt es:

(4) … versiegle das Buch bis zur Endzeit; viele werden es dann durchforschen, und so wird die Erkenntnis zunehmen.«

Wir sind dem Herrn für die Sendung seines Knechtes und Propheten dankbar. Damit wir überhaupt eine Einführung in das prophetische Wort bekommen konnten, bedurfte es eines von Gott gesandten Propheten.

Auch das haben wir an dieser Stätte dankbar hervorgehoben, dass wir uns nicht über das, was Gott tut, hinweggesetzt haben, in vermeintlicher Klugheit geistlich zu sein.

Wir haben die göttliche Entscheidung respektiert und glauben von ganzem Herzen, was unser geliebter Bruder Branham als Zeugnis gab, nämlich, dass ihm gesagt wurde im Mai 1946: "So wie Johannes dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, so wirst du mit einer Botschaft gesandt, die dem zweiten Kommen Christi vorausgehen wird."

Und da mögen Menschen drüber stolpern, sich darüber lustig machen – es gibt Menschen auf Erden, die ein Teil dessen sind, was Gott gerade jetzt tut.

Voraussetzung, Anteil an dem zu haben, was Gott tut, bedeutet, die Verheißungen für diese Zeit zu glauben.

Erst wenn wir diese Verheißungen glauben, können wir sie erfüllt sehen.

Ein Mensch, der verloren ist, kann nur gerettet werden, wenn er glaubt, dass Rettung für ihn da ist.

Vergebung kann nur empfangen, wer glaubt, dass Gott uns in Christo vergeben hat. Alle Dinge sind auf die Grundlage des Glaubens gestellt worden.

Und wer mit dem Mund bekennt, zu glauben, wie die Schrift sagt, der soll nicht sortieren, was er glauben möchte, sondern der soll die ganze Schrift glauben, so wie sie es sagt. Und dazu gehört es tatsächlich, dass der Herr verheißen hat, den Propheten Elia zu senden, nicht den Elia aus Thisbe oder den Nachfolger, den Elisa, sondern einen Mann im Geiste und in der Kraft des Elia, im Geiste und in der Kraft Gottes, ein Mann von Gott gesandt mit der göttlichen Botschaft für diese Zeit, damit wir Belehrung durch göttliche Offenbarung empfangen.

Alle Schriftgelehrten deuten, Propheten offenbaren aufgrund des Wortes den Heilsratsschluss unseres Gottes.

Ihr Lieben, heute ist dem Kalender nach Weihnachten und wir tun gut, wenn wir doch ganz kurz auf den Gedanken eingehen, dass das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte.

Es hat ein "Weihnachten" gegeben, eine Nacht, eine stille Nacht. Es hat ein Bethlehem gegeben. Es hat den Augenblick gegeben, als das Wort Fleisch wurde, als Gott Menschengestalt annahm, um uns zu erlösen.

Über 800 Jahre stand – bis zu dem Zeitpunkt – in Jesaja 9, Vers 5 und 6 geschrieben:

(5) Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden…

Plötzlich war es erfüllt.

Wir gehen nicht nach dem Kalender, wir wissen alle, dass es zu einem anderen Zeitpunkt war – Gläubig Gewordene glauben die heilsgeschichtlichen Tatsachen, ohne über Daten zu streiten. Mir ist es gleich, wann es war, wichtig ist mir, dass es geschah, dass es den Tag gab, an dem der Herr der Herrlichkeit zu uns herabkam, Menschengestalt annahm, um so die Möglichkeit zu haben, uns zu erlösen – auch sogar von dem Leibe dieses Todes zu erlösen.

In Jesaja 9, Vers 5 steht:

(5) Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden, auf dessen Schulter die Herrschaft ruhen wird; und sein Name lautet »Wunderrat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst.«

(6) Seine Herrschaft wird weit reichen, und des Friedens wird kein Ende sein über dem Throne Davids und für seine Königsherrschaft, indem er sie festigt und stützt durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit: der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies vollführen.

Amen.

Er wird es ausführen – der Anfang ist längst gemacht, wir stehen vor der Vollendung.

In Matthäus, dem 1. Kapitel, hat der Evangelist diesen Text geführt von Vers 20 – und hier heben wir wieder mit Freuden hervor, dass Schrifterfüllung zugrunde lag – Matthäus 1, 2. Teil von Vers 20:

(20) … »Joseph, Sohn Davids, trage keinerlei Bedenken, Maria, deine Verlobte, als Ehefrau zu dir zu nehmen! Denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom heiligen Geist.

(21) Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus geben sollst; denn er ist es, der sein Volk von ihren Sünden erretten wird.«

Hört jetzt den nächsten Vers:

(22) Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Jes 7,14):

(23) »Siehe, die Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden…

Und so weiter und so weiter.

Auf das die Schrift erfüllt werde, geschah es.

Es gab den Tag der Menschwerdung unseres Herrn, den Eintritt in diese Welt – und wir sind dankbar dafür.

Lasst uns Lukas 2 dazu lesen, Lukas Kapitel 2 – hier müsste man viel lesen, ich werde nur hier und da von Vers 4 an einen Gedanken streifen.

Lukas Kapitel 2 von Vers 4:

(4) So zog denn auch Joseph von Galiläa aus der Stadt Nazareth nach Judäa hinauf nach der Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus Davids Hause und Geschlecht stammte,

Ihr könnt ja weiterlesen.

Weshalb musste er hinaufziehen? Es stand geschrieben im Propheten Micha:

"Und du, Bethlehem, bist mitnichten die geringste unter den Städten Judas, denn aus dir soll mir der hervorgehen, der in Israel Herr sein wird."

Auch diese Schriftstelle musste sich erfüllen. Micha, Kapitel 5, Vers 1:

(1) Du aber, Bethlehem-Ephrath, bist zwar zu klein, als dass du zu den Gaustädten Judas gehörtest, aber aus dir wird mir der hervorgehen, der in Israel Herrscher sein soll und dessen Herkunft der Vergangenheit, den Tagen der Urzeit, angehört.

" … Bethlehem – aus dir soll er hervorgehen…"

Damals geschah es, dass dieses Paar nach Bethlehem hinaufziehen musste. Gott kann irdische Herrscher dazu benutzen, einen Befehl zu geben, dass alle Welt geschätzt werde – und dass auch dieses Paar sich zu dem Zeitpunkt an dem Ort befindet, an den es hingehört – auf das die Schrift erfüllt werde.

Es überwältigt mich einfach, Gott wacht über seinem Wort, nicht nur vor 2000 Jahren. Gott wacht heute in dieser Zeit über seinem Wort und er setzt Könige ein und Könige ab, auf das die Schrift in jeder Weise erfüllt werde.

Hört diese herrliche Begebenheit den Bericht in Lukas Kapitel 2 von Vers 9:

(9) Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie gerieten in große Furcht.

(10) Der Engel aber sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Denn wisset wohl: ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volke widerfahren wird;

(11) denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus (vgl. Mt 1,16), der Herr, in der Stadt Davids.

Und dann wurde das Erkennungszeichen gegeben:

(12) Und dies sei das Erkennungszeichen für euch: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Krippe liegt.«

(13) Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott priesen mit den Worten:

(14) »Ehre sei Gott in Himmelshöhen und Friede auf Erden in den Menschen des göttlichen Wohlgefallens!«

Auch dieses Wort ist sehr klar.

Es gibt eine Schar auf Erden, auf der Gottes Wohlgefallen ruht. Wie es auf Christus, den Erstgeborenen, kam: "… »Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe…" so gibt es eine aus dem Geist Gottes geborene Erstlingsschar, auf der Gottes Wohlgefallen ruht, eine Schar, die unter dem offenen Himmel steht.

Eine Schar, auf die der Geist der Verheißung herabkommt, um uns das göttliche Siegel aufzudrücken, die Gewissheit, dass Gott uns angenommen hat und wir ein Eigentum Jesu Christi geworden sind.

Ihr Lieben, wollte man in all diese Schriftstellen hineingehen, dazu bräuchten wir Stunden, um nicht zu sagen Tage.

Eines scheint mir wichtig zu sein, dass diese Schriftstellen sich an uns bewahrheiten. Es kommt nämlich nicht darauf an, wie lange wir uns darin vertiefen.

Es ist gut, dasselbe unter Gebet zu tun, aber es kommt darauf an, ob diese Schriftstelle sich an uns als wahr bestätigt und erfüllt. Dass man einfach dieses Wort, das hier ausgesprochen wurde: "Ehre sei Gott in Himmelshöhen und Friede auf Erden in den Menschen des göttlichen Wohlgefallens." [Lk 2:14]

Es gibt Menschen, die Frieden mit Gott gefunden haben. Menschen, die Frieden mit Gott gefunden haben als dem Erlöser, haben Frieden mit Gott und Frieden miteinander.

Es gibt keine Möglichkeit zu sagen: "Ich habe Frieden mit Gott" und [dabei] im Unfrieden mit dem Bruder oder der Schwester zu sein. Das geht nicht – einer von den beiden ist betrogen.

Natürlich sagt die Heilige Schrift: "Haltet Frieden, soviel es an euch liegt." [Röm 12:18] Selbst der Herr – als Friedefürst – hat nicht verhindern können, dass Menschen ihm feindlich gesonnen waren. Aber er selbst hat Frieden gehalten, hat Frieden gebracht, hat Frieden gestiftet.

Und wir als Erlöste, als Menschen, die Frieden mit Gott gefunden haben durch unseren Herrn Jesus Christus, sollen Friedensstifter sein.

Selbst da, wo sich etwas anbahnt, merken wir es, und wir lassen es gar nicht so weit kommen, dass es in den Unfrieden hineinmündet, sondern lassen uns vom Herrn gebrauchen, dass Friede mit uns und um uns bleibt und ist. Frieden mit Gott, Frieden miteinander.

Gottes Wohlgefallen ruht auf der erlösten Schar, auf der Erstlingsschar, die jedes Wort vom Herzen glaubt und es durch den heiligen Geist geoffenbart bekommt.

Wir sind nicht von Menschen gelehrt worden, sondern – aus Gnaden – wurden wir von Gott gelehrt.

Ich möchte noch kurz auf die Zeichen der Endzeit kommen, gemäß Lukas 21. Ihr wisst, in einem solchen Gottesdienst müssen ja mancherlei Dinge berührt werden. In Lukas 21 haben wir eine herrliche Zusammenfassung von dem, was uns in der Endzeit betrifft – oder was geschehen würde – und angekündigt worden ist.

Von Vers 25:

(25) »Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen in Erscheinung treten und auf der Erde wird Verzweiflung der Völker in ratloser Angst beim Brausen des Meeres und seines Wogenschwalls herrschen,

(26) indem Menschen den Geist aufgeben vor Furcht und in banger Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden; denn die Kräfte des Himmels werden in Erschütterung geraten.

(27) Und hierauf wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit.

(28) Wenn dies nun zu geschehen beginnt, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor; denn eure Erlösung naht.«

(29) Er sagte ihnen dann noch ein Gleichnis: »Seht den Feigenbaum und alle anderen Bäume an:

Hier bleiben wir einen Augenblick stehen.

Jedermann weiß, dass mit dem Begriff Feigenbaum das Volk Israel gemeint ist.

Und wer ist mit all den anderen Bäumen gemeint? Alle anderen Völker. Die sich des ihnen aufgezwungenen Jochs einfach entledigen müssen, weil die Zeit dafür gekommen ist.

Und auch da wollen wir nicht politisch eingreifen, aber wir sehen, was nach dem Zweiten Weltkrieg geschah. Das große britische Empire zerfiel zu Nichts. Und man könnte heute, wollte man der Wahrheit Recht geben, nicht mehr von "Großbritannien" sprechen, sondern man müsste einfach sagen "Kleinbritannien". 1945 waren es rund 49 Nationen, die diesem Empire unterstellt waren.

Heute wird das Commonwealth noch fortgesetzt, aber welche Bedeutung hat es? Große Reiche sind klein geworden. Die Völker haben sich das Joch der Unterdrückung in ganz Afrika, in ganz Asien, überall abgeschüttelt.

Und nun haben wir das Gleiche in Osteuropa gesehen.

Und ich hoffe, dass die Bastion China auch noch fällt und dass auf dem Platz des himmlischen Friedens kein Blutvergießen mehr stattfindet, sondern die Verkündigung durch die Rettung, die durch das Blut des Lammes am Kreuz auf Golgatha geschah auch dort in Freiheit vollzogen werden kann. Auf das erfüllt werde, dass dieses Evangelium vom Reich allen Völkern, Sprachen und Nationen verkündigt werden muss. [Mt 24:14]

Und weil Gott es gesagt hat, wacht er über seinem Wort, damit es zu der dafür bestimmten Zeit geschehe.

Glaubt ihr, dass es geschehen wird?

Ich glaube es.

Und wir sollten durch die Dinge, die in den letzten Wochen und Tagen und Monaten geschahen, im Glauben gestärkt worden sein, dass Gott – in der Tat – überall seine Hand ausgestreckt hat.

Wer war beim letzten Mal hier, als ich gefragt wurde nach der Andacht, was denn mit Rumänien geschehen würde? Ich muss fast lachen. Ich habe einfach gesagt: "Am Stuhl Ceausescus wird schon gesägt, aber er ist taub auf beiden Ohren, er hört es nur noch nicht – und er wird einfach auf seinem Stuhl zusammenfallen."

Was war es? Kaum vier Wochen her – und schon ist es Geschichte.

Ihr Lieben, es gibt einfach kein Aufhalten dieser Entwicklung mehr. Die Zeit drängt und wir müssen, das sage ich noch einmal, dafür sorgen, dass wir den Anschluss bekommen, Gott zur Verfügung stehen und die Zeit der offenen Türen nutzen. Denn in dem Moment, wo die Vereinigung stattgefunden hat und dieser Friede eingesegnet wird – ja, da könnt ihr euch ja vorstellen, was da passiert. Da wird es uns, die wir nicht zu dieser großen Sache gehören werden, schlechter ergehen als heute.

Aber es wird auch die Zeit der Kraftoffenbarung Gottes sein. Es wird die Zeit der Bestätigung des Wortes [sein]. Es wird die Zeit sein, in der die Auferstehungskraft Jesu Christi, unseres Herrn, zu den täglichen Versammlungen gehören wird. Und jeder wird damit rechnen, dass Gott sich in jeder Versammlung offenbart.

Nicht nur der Feigenbaum, sondern alle anderen Bäume haben ausgeschlagen, sind saftig geworden – sind selbstständig geworden. Und die Letzten haben ihr faschistisches und nationalsozialistisches und stalinistisches Joch abgeschüttelt und die Freiheit – die politische Freiheit – erlangt.

Ebenfalls eine Erfüllung der Schrift vor unseren eigenen Augen.

Ich weiß nicht, ob ich das hier das letzte Mal schon gesagt habe – gehört ja auch fast nicht hierher – aber wir freuen uns, diese Entwicklung miterleben zu dürfen.

Und ich hatte seinerzeit die Feiern mit Gorbatschow und Honecker in Berlin-Ost gesehen und habe einfach vor mich hingesagt: "Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert". Und ihr wisst, im englischen Sprachgebrauch sagt man nicht: "Ich bin entlassen worden." Man sagt: "I was fired." Und das bedeutet: "Ich wurde rausgeschmissen"; nicht: "Ich bin nicht entlassen worden", sondern: "I am fired".

Und ich habe das einfach so vor mich hin verdeutscht und habe gesagt: "Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert."

Und was war es? Nur Wochen vergingen.

Ich sage es euch noch einmal: Durch die Gnade Gottes haben wir gesalbte Augen bekommen und das göttliche Verständnis für die Vorgänge politischer Art und religiöser Art.

Und wir sehen auch, dass die Verheißungen für die Gemeinde ihren Lauf nehmen und dass Gott auch da über seinem Wort wacht, um es zu erfüllen.

Es heißt hier weiter in Lukas 21, Vers 30:

(30) sobald sie ausschlagen, erkennt ihr, wenn ihr es seht, von selbst, dass nunmehr der Sommer nahe ist.

"sobald sie ausschlagen…"

Ja, nun haben sie alle ausgeschlagen.

Was jetzt? Was soll jetzt geschehen?

Jetzt sollen wir erkennen, gezwungenermaßen erkennen, nicht mehr deuten, erkennen, aus göttlichem Zwang durch die Erfüllung erkennen: Es ist so weit, es steht vor der Tür, es ist nicht nur nahe, es ist da.

In Vers 31 steht:

(31) So sollt auch ihr, wenn ihr alles dieses eintreten seht, erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist.

Wenn wir dieses alles sehen, so sollen wir erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist.

Halleluja. Preis sei dem lebendigen Gott.

Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Schau nicht ängstlich umher, sondern vertraue deinem Gott! Er wird seines Volkes Sache führen. Er hat die Verantwortung dafür übernommen.

Wir erkennen, dass durch diese Dinge das Reich Gottes, die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden stattfinden wird, wie wir es im Propheten Daniel und in Offenbarung 11 zu Anfang gelesen haben. Dann wird ein Reich entstehen, das nie wieder abgelöst wird – alle anderen Reiche werden ihm untertan sein müssen. Und der Herr wird König sein über die ganze Erde und an jenem Tage wird sein Name der Einzige sein. [Sach 14:9]

Dies steht in dem Zusammenhang, dass es Licht sein wird um die Abendzeit. Er wird als König herrschen und wir mit ihm.

Vers 32:

(32) Wahrlich ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht.

(33) Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nimmermehr vergehen!«

Oh, welch eine Gewissheit liegt hier.

Himmel und Erde werden vergehen. Der Psalmist sah den Himmel wie eine Rolle sich aufrollen und vergehen. In Hebräer 1 steht es auch geschrieben. Der Himmel rollt zusammen und es entsteht ja ein neuer Himmel. [Heb 1:10-12]

Aber das Wort rollt nicht zusammen, das Wort bleibt in Ewigkeit, denn Gott hat es geredet! Und Gott ist ein ewiger Gott – und so können wir darin ruhen.

Himmel und Erde werden vergehen – Johannes schreibt ja in der Offenbarung: "Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde", aber er sah keine neue Bibel. [Offb 21:1]

Es gibt nur eine Bibel, ein Wort Gottes, Altes und Neues Testament, das ewig bleibende Wort unseres Gottes. Und nach diesem Wort des ewigen Gottes verläuft der ewige Heilsratsschluss unseres Gottes – und wir dürfen ein Teil dieses göttlichen Heilsratsschlusses sein, nämlich ein Teil der Gemeinde des Herrn.

Noch schnell die letzten Worte als Mahnung von Vers 34:

(34) »Habt aber auf euch selbst Acht, dass eure Herzen nicht etwa durch Schlemmerei und Trunkenheit und Sorgen des Lebens beschwert werden und jener Tag euch unvermutet überfalle wie eine Schlinge;

(35) denn hereinbrechen wird er über alle Bewohner der ganzen Erde.

(36) Seid also allezeit wachsam und betet darum, dass ihr die Kraft empfanget, diesem allem, was da kommen soll, zu entrinnen und vor den Menschensohn hinzutreten!«

Welch ein wunderbares Wort!

Woran erinnert euch dieser Text, liebe Brüder und Schwestern, wenn hier geschrieben steht: " … dass euch jener Tag nicht unvermutet überfalle"?

Doch an 1. Thessalonicher 5, wie wir es gelesen haben, stimmt es? An 1. Thessalonicher 5. Hier spricht der Mund unseres geliebten Herrn, da der Geist durch Paulus:

(4) Ihr aber, liebe Brüder, lebt nicht in Finsternis, dass der Tag des Herrn euch wie ein Dieb überraschen könnte;

(5) denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages…

Hier wird uns gesagt: " … auf dass euch jener Tag nicht unvermutet überfalle, wie eine Schlinge."

Er kann uns nicht überfallen, wir wachen, wir beten, wir erkennen die Zeichen der Zeit und sind Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele dankbar, dass wir gerade in dieser Zeit leben dürfen.

Und auch das möchte ich abschließend noch als Bemerkung sagen dürfen: Ich bin froh, dass ich heute nicht 86 geworden bin, sondern 56 und dass der Herr Gnade schenken wird. Solange er mich noch brauchen kann, wird er die Kraft verleihen. Auch wenn es manchmal schon ein wenig schwieriger wird, dennoch: So wie der Tag, so die Kraft.

Und ich möchte hier vor euch allen meinem Gott von Herzen danken, der mich durch alle klimatischen Verhältnisse um die Welt herum in all den vergangenen Jahren getragen, bewahrt, mit mir gewesen und viele, zigtausende gerettet und den Weg des Heils gewiesen hat.

Ihm, unserem treuen Gott, gebührt alle Ehre, jetzt und in alle Ewigkeit.

Seid ihr dankbar, dass wir jetzt leben? Jetzt, gerade jetzt, mit offenen, gesalbten Augen die Dinge sehen?

Wir erheben unsere Häupter, weil wir wissen, dass sich unsere Erlösung naht.

Der allmächtige Gott, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der lebendige Gott, der Gott des Alten und des Neuen Testaments, er der wahre Gott, der Schöpfer Himmels und der Erde, der in Jesus Christus unsere Erlöser geworden ist – er segne uns in mächtiger Weise.

Aber so, dass es zu hören, zu sehen und zu spüren ist. 

Gottes Segnungen sind erlebbar. Wir können Gott erleben.

Noch einmal möchte ich zum Ausdruck bringen: Ich bin dankbar für die zehn vergangenen Jahre, dankbar für alles, was Gott getan hat.

Voller Mut und Freudigkeit, voller Zuversicht und großer Hoffnung werden wir in das nächste Jahr – ja in die letzten Jahre dieses Jahrhunderts und Jahrtausends – hineingehen.

Und eines kann ich euch ganz gewiss sagen: Er, der Zeit und Ewigkeit in Händen hält, wird mit uns gehen.

Er wird uns vorangehen.

Er hat verheißen: "Ich werde bei euch sein, alle Tage, bis an das Ende der Welt." [Mt 28:20]

Das glauben wir und das werden wir erleben.

Gelobt und gepriesen sei der Name des Herrn.

Amen.